Der Farbraum an der Nikon Z7 definiert den verfügbaren Farbumfang für die Bildwiedergabe und wird im Fotoaufnahmemenü (Abschnitt „Farbraum“) eingestellt. Verfügbare Optionen sind sRGB für den Standardgebrauch wie Web, Bildschirme und übliche Drucke sowie Adobe RGB für professionelle Anwendungen mit größerem Farbraum, z. B. kommerziellem Druck.
Bei JPG-Dateien
Bei JPEG-Aufnahmen wird der gewählte Farbraum direkt in die Datei eingebettet und festgelegt, was die Farbwiedergabe auf Monitoren und Druckern beeinflusst. Adobe RGB erfordert dann ein passendes Farbmanagement in der Nachbearbeitung und Ausgabe, sonst gehen Farben verloren.
Bei RAW-Dateien
Bei NEF-RAW-Dateien hat die Kameraeinstellung keinen Einfluss auf die Rohdaten, da der Farbraum erst in der Entwicklung (z. B. in Lightroom oder NX Studio) zugewiesen wird. Die Auswahl dient nur der Kamera-Vorschau; sRGB ist hier oft egal, da RAW den vollen Sensor-Farbraum speichert.
Der Farbraum einer digitalen Aufnahme bestimmt den verfügbaren Umfang an darstellbaren Farben und beeinflusst somit die Farbgenauigkeit, Sättigung und Natürlichkeit eines guten Bildes – ein größerer Farbraum wie Adobe RGB erfasst mehr Nuancen, besonders Grüntöne, für lebendigere Ergebnisse bei professioneller Bearbeitung und Druck. Bei unpassendem Farbraum (z. B. Adobe RGB auf sRGB-Monitoren) gehen Farbinformationen verloren oder werden verzerrt, was zu matter oder ungenauer Wiedergabe führt. Moderne Digitalkameras erreichen mit Adobe RGB oder DCI-P3 etwa 70–90% des menschlichen Farbraums (CIE 1931), der kontinuierlich über das gesamte sichtbare Spektrum (380–780 nm) reicht und theoretisch Milliarden Nuancen wahrnimmt. Kamerasensoren mit Bayer-Filtern imitieren die drei Zapfen des Auges (Rot, Grün, Blau), können aber Zwischenfarben nicht exakt reproduzieren und können nicht die adaptiven Wahrnehmung des Gehirns widerspiegeln. Hochwertige Sensoren kommen dem Auge nahe, übertreffen es aber nicht aufgrund technischer Grenzen in Dynamikumfang und Spektralempfindlichkeit.