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<rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>BLOG — Index</title><link>https://www.sauer-foto.de/blog-index.php</link><description></description><atom:link href="https://www.sauer-foto.de/blog-index.xml" rel="self" type="application/rss+xml" /><pubDate>Mon, 16 Mar 2026 16:04:53 +0100</pubDate><lastBuildDate>Mon, 16 Mar 2026 16:04:53 +0100</lastBuildDate><item><title>Speicherkarten</title><link>https://www.sauer-foto.de/speicherkarten.html</link><description><![CDATA[<p>Blogeinträge</p><p>Ohne Speicherkarten geht in der digitalen Fotografie nichts mehr. Und das Angebot am Markt ist groß und unübersichtlich. </p>
<p>Als allererstes muss sich der Fotograf die Frage stellen, welche Typen von Speicherkarten unterstützt meine Kamera und welches Konzept der Datenspeicherung passt zu mir. Die erste Frage ist schnell beantwortet. Man schaut in die Unterlagen seiner Kamera und weiss, welche Karten unterstützt werden. Im Fall der Nikon Z7II ist es so, dass zwei Kartenslots zur Verfügung stehen: einmal der Slot für CFexpress Karten und dann noch ein weiterer Slot für SDXC Karten. Hinter der Strategie, zwei Slots zu verbauen, steht der Wunsch der Nikon Fotografen nach Datensicherheit, Flexibilität und Workflow Optimierung.</p>
<p>Wozu Datensicherheit?</p>
<p>Um eine höhere Sicherheit zu erlangen, damit die unterwegs aufgenommenen Bilder auch noch lesbar sind, wenn man wieder daheim angekommen ist und die Bilder auf externen Festplatten oder auf Cloud Speicher ablegen möchte, kann man in der Nikon den zweiten Kartenslot als Backup (Redundanz) nutzen. Hierbei werden alle Bilder auf die erste Karte (sinnvollerweise den CFexpress Slot, weil CFexpress Karten schneller sind als SDXC Karten) kopiert und die Kamera fertigt eigenständig eine Kopie an, welche auf dem SD Slot abgelegt wird. Ist nun eine Karte später nicht mehr lesbar, dann besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die exakten Bilder von der zweiten Speicherkarte noch gelesen werden können.</p>
<p>Was bedeutet Flexibilität und Workflow Optimierung?</p>
<p>Auf die erste Karte könnte man auch die RAW Aufnahmen speichern, um gleichzeitig auf die zweite Karte JPG Kopien für einen schnellen Upload ohne Nachbearbeitung zu haben. Oder aber die erste Karte wird voll, dann kann auf die zweite Karte weiter gespeichert werden (dafür kann man aber auch eine zweite Karte in Reserve dabei haben). Man kann aber auch Fotos auf die erste Karte speichern und Videos auf die zweite Karte speichern.</p>
<p>Nikon verbaut in seiner Z Serie einen Dual Prozessor (EXPEED 6 x2), welcher paralleles Schreiben auf beide Slots ermöglicht und somit zeitsparend Daten ablegt.</p>
<p>Einstiegs und Kompakt Modelle von Nikon verfügen nur über einen Single Slot.</p>
<p>Welche Speicherkarten sind derzeitig auf dem Markt?</p>
<p>Hier ist die Vielfalt recht groß, sie unterteilt sich in Premium Hersteller und Mittelklasse, wobei einige auch nicht selber produzieren, sondern diese kaufen oftmals durchschnittliche No Name Produkte, oftmals im asiatischen Raum und setzen ein Branding auf diese Karten.</p>
<p>Ich liste hier ein paar Premium Hersteller auf, meine Auflistung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit:</p>
<p>- <b>Angelbird</b> (Hersteller ist ein mittelständiges Unternehmen in Österreich, dort werden die CFexpress Karten auch hergestellt, SD Karten lässt das Unternehmen im asiatischen Raum fertigen)</p>
<p>- <b>ProGrade Digital</b> (ein US-amerikanisches Unternehmen mit Sitz in San José, Kalifornien, das Unternehmen designt und entwickelt in Kalifornien, lässt jedoch die Karten in Asien fertigen)</p>
<p>- <b>Delkin Devices</b> (ebenfalls ein US-amerikanisches Unternehmen mit Sitz in San Diego, die Produktion erfolgt hauptsächlich in Kalifornien)</p>
<p>- <b>Sony</b> (ein Konzern mit Hauptsitz in Japan, welcher seine Speicherkarten überwiegend im asiatischen Raum / China produzieren lässt)</p>
<p>- <b>SanDisk</b> (wiederum ein US-amerikanisches Unternehmen in Kalifornien, die ihre Speicherkarten vorwiegend in China, aber auch in Malaysia oder Taiwan produzieren und zusammenbauen lassen)</p>
<p>- <b>Lexar</b> (heute mit Sitz in China Shenzhen, wurde ursprünglich jedoch als US-amerikanisches Unternehmen in Kalifornien gegründet und von Longsys übernommen, Fertigung heute in China, aber auch teilweise in Brasilien)</p>
<p>- <b>Nikon</b> (ausschließlich Brandings, keine eigene Entwicklung oder Herstellung)</p>
<p>- <b>OWC</b> (ein US-amerikanisches Unternehmen mit Design und Produktentwicklung in Illinois, lässt wahrscheinlich in Asien, meist China oder Taiwan produzieren)</p>
<p>Zu den führenden Mittelklasse Herstellern gehört:</p>
<p>- <b>Voigtländer</b> (ein Unternehmen in Deutschland, Speicherkarten sind aber allesamt Brandings, produziert in Taiwan oder China)</p>
<p>- <b>Wise</b> (ein taiwanesischer Hersteller, der seine Karten selber designed, entwickelt und produziert)</p>
<p>- <b>Acer</b> (ebenfalls in Taiwan ansässig, produziert jedoch nicht selber, sondern über einen Speicherkarten-Fertiger BIWIN Storage Technology, Acer gibt die Marke und die Lizenz, fertigt aber nicht selber)</p>
<p>Die in allen Karten verbauten NAND Chips kommen von verschiedenen NAND-Chipherstellern weltweit. Sie kommen fast immer aus Südkorea, Japan oder aus den USA. Die Kartenmontage und Endfertigung kommt fast ausschließlich aus China und Taiwan. Das US-amerikanische Unternehmen Micron taucht fast bei jedem Hersteller als typischer NAND-Chip Fabrikant auf, daher werden auch für die meisten Hersteller diese Chips in den USA produziert.</p>
<p>Diese Tatsache macht das Thema dann auch extrem unübersichtlich und vielschichtig für den Fotografen, der sich Speicherkarten kaufen möchte. Denn die Karten haben teilweise unterschiedliche Geschwindigkeiten bei Lesezugriffen, bei Schreibzugriffen (CFexpress Karten sind sehr viel schneller als SDXC Karten), sie haben unterschiedliche Größen bis mittlerweile 4 TB (die CFexpress Karten sind im Speichervermögen sehr groß, SDXC meist nur bis maximal 1 TB). Und es gibt viele Praxisberichte und Tests bezüglich Verfügbarkeit, Ausfallsicherheit, Temperaturverträglichkeit usw.</p>
<p>Ich persönlich mag die Karten von Angelbird und von Delkin Devices sowie von Lexar und Wise, die ersten beiden ziehe ich beim Erwerb von CFexpress in Betracht, die beiden anderen für SDXC Karten.</p><p><a href="https://www.sauer-foto.de/weissabgleich.html">Das große Thema „Speicherkarten“</a></p><p>Menü</p><p>Home</p><p>Galerie Norwegen</p><p>Galerie Nordsee &amp; Ostsee</p><p>Galerie Dubai</p><p>Galerie Venedig</p><p>Galerie Neapel</p><p>Galerie Frankfurt</p><p>Galerie New York</p><p>Fotowissen</p><p>Index</p><p>Speicherkarten</p><p>Weißabgleich</p><p>Farbraum</p>]]></description><pubDate>Wed, 07 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate><guid>https://www.sauer-foto.de/speicherkarten.html</guid></item><item><title>Weißabgleich</title><link>https://www.sauer-foto.de/weissabgleich.html</link><description><![CDATA[<p><a href="https://www.sauer-foto.de/weissabgleich.html">Was versteht man unter dem Begriff „Weißabgleich“?</a></p><p>Der Weißabgleich in der Fotografie korrigiert Farbstiche, die durch unterschiedliche Lichtquellen entstehen, sodass weiße Objekte neutral weiß wiedergegeben werden. Er passt die Farbtemperatur in Kelvin (z. B. warmes Licht bei 3000 K oder kühles bei 7000 K) und den Farbton an, um natürliche Farben zu erzielen. Bei Nikon Z Kameras wird er über das Menü oder die WB-Taste eingestellt, oft mit Automatik, Voreinstellungen wie Sonne oder Glühlampe oder manueller Referenzmessung.</p>
<p>Verhalten bei JPG</p>
<p>Bei JPG-Dateien wird der Weißabgleich bereits in der Kamera festgelegt und in der Nachbearbeitung nur begrenzt korrigierbar, da das 8-Bit-Format weniger Daten enthält. Eine falsche Einstellung führt zu dauerhaften Farbfehlern, weshalb präzise Anpassung vor der Aufnahme entscheidend ist.</p>
<p>Verhalten bei RAW</p>
<p>RAW-Dateien (bei Nikon NEF) speichern den Sensor-Daten unverändert mit 12-14 Bit Farbtiefe, sodass der Weißabgleich nachträglich in Software wie Capture NX-D, Lightroom oder Photoshop vollständig und verlustfrei geändert werden kann. Die Kameraeinstellung dient nur als Metadaten-Empfehlung für die Vorschau. Teilweise kann man lesen, dass auch beim Fotografieren im RAW Modus das Bild abhängig vom Weißabgleich anders aufgenommen wird. An dieser Stelle möchte ich aber behaupten, dass es bei korrekter Belichtung (alle Bereiche von ganz dunkel bis ganz hell werden korrekt dargestellt, das Bild ist also nicht unterbelichtet oder überbelichtet) keine Beeinflussung gibt.</p>
<p>Das bedeutet allerdings nicht, dass ein korrekter Weißabgleich jegliche Farbstiche verhindert. So kann zum Beispiel in einer Landschaftsaufnahme bei blauem Himmel und Schnee am Boden dieser Schnee einen leichten Blaustich bekommen. Unser Gehirn wird den Schnee vor Ort immer in weißer Farbe wahrnehmen und entsprechend sehen wir den Schnee auch in Weiß. Die Kamera hingegen wird hier keine Korrektur vornehmen, sondern sie wird den Schnee leicht bläulich einfärben. In der Nachbearbeitung sollte dann allerdings in Photoshop oder mit einer ähnlichen Software hier der Schnee wieder in den weißeren Bereich gebracht werden.</p>
<p>Warum ist das so? Ich möchte versuchen, eine Erklärung dafür am Beispiel von schräg zulaufenden Linien in der Weitwinkel Fotografie zu geben:</p>
<p>Unser Gehirn nimmt schräg laufende Linien eines Hochhauses als gerade wahr, weil es durch jahrelange Erfahrung mit Perspektive und Tiefe eine Größenkonstanz anwendet und die Linien automatisch als parallel zur Schwerkraftrichtung interpretiert. Es berücksichtigt Kontextfaktoren wie den Horizont und die bekannte Geometrie von Gebäuden, um eine stabile 3D-Welt zu konstruieren, statt die rohe 2D-Projektion auf der Netzhaut zu akzeptieren. Eine Kamera hingegen zeichnet lediglich die tatsächliche optische Projektion auf dem Sensor auf, ohne jegliche Interpretation oder Korrektur für die Perspektive. Dadurch erscheinen die Linien verkantet, da sie den realen Konvergenzeffekt der Strahlen abbilden, der durch den Weitwinkel und den Standpunkt entsteht. Dieser Unterschied liegt in der fehlenden kognitiven Verarbeitung der Kamera, die keine Lernerfahrungen oder keinen Kontext nutzt.</p>
<p>Ähnlich korrigiert unser Gehirn auch die Farbe von sauberem Schnee und wird diesen Schnee quasi vom blauen Farbstich „befreien“. Das kann die Kamera hingegen nicht. Schauen wir uns nun ein gedrucktes Foto an, konvergiert unser Gehirn jedoch nur die quadratische oder rechteckige Form des gedruckten Bildes und die Farbe des ohnehin nicht immer ganz weißen Druckpapiers, nicht jedoch die darauf abgebildete Darstellung.</p>
<p>Wir haben nun gelernt: das Bild wird dann eine farbneutrale Darstellung haben, wenn der Weißabgleich stimmt. Nur wann stimmt dieser? Entweder ich erinnere mich an die Wahrnehmung, als ich die Aufnahme gemacht habe, vorausgesetzt ich habe eine perfekte Wahrnehmung von Farben, oder ich verwende eine Farbkarte und erstelle eine Testaufnahme. Damit kann ich später eine Farbneutralität mit einer Nachbearbeitung wie im Photoshop jederzeit und sehr einfach wieder herstellen.</p><img src="https://www.sauer-foto.de/share/img_4545-4032.jpg"><p>Menü</p><p>Home</p><p>Galerie Norwegen</p><p>Galerie Nordsee &amp; Ostsee</p><p>Galerie Dubai</p><p>Galerie Venedig</p><p>Galerie Neapel</p><p>Galerie Frankfurt</p><p>Galerie New York</p><p>Fotowissen</p><p>Index</p><p>Speicherkarten</p><p>Weißabgleich</p><p>Farbraum</p>]]></description><pubDate>Thu, 11 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate><guid>https://www.sauer-foto.de/weissabgleich.html</guid></item><item><title>Farbraum</title><link>https://www.sauer-foto.de/farbraum.html</link><description><![CDATA[<p>W<a href="https://www.sauer-foto.de/farbraum.html">as versteht man unter dem Begriff „Farbraum“?</a></p><p>Der Farbraum an der Nikon Z7 definiert den verfügbaren Farbumfang für die Bildwiedergabe und wird im Fotoaufnahmemenü (Abschnitt „Farbraum“) eingestellt. Verfügbare Optionen sind sRGB für den Standardgebrauch wie Web, Bildschirme und übliche Drucke sowie Adobe RGB für professionelle Anwendungen mit größerem Farbraum, z. B. kommerziellem Druck.</p>
<p>Bei JPG-Dateien</p>
<p>Bei JPEG-Aufnahmen wird der gewählte Farbraum direkt in die Datei eingebettet und festgelegt, was die Farbwiedergabe auf Monitoren und Druckern beeinflusst. Adobe RGB erfordert dann ein passendes Farbmanagement in der Nachbearbeitung und Ausgabe, sonst gehen Farben verloren.</p>
<p>Bei RAW-Dateien</p>
<p>Bei NEF-RAW-Dateien hat die Kameraeinstellung keinen Einfluss auf die Rohdaten, da der Farbraum erst in der Entwicklung (z. B. in Lightroom oder NX Studio) zugewiesen wird. Die Auswahl dient nur der Kamera-Vorschau; sRGB ist hier oft egal, da RAW den vollen Sensor-Farbraum speichert.</p>
<p>Der Farbraum einer digitalen Aufnahme bestimmt den verfügbaren Umfang an darstellbaren Farben und beeinflusst somit die Farbgenauigkeit, Sättigung und Natürlichkeit eines guten Bildes – ein größerer Farbraum wie Adobe RGB erfasst mehr Nuancen, besonders Grüntöne, für lebendigere Ergebnisse bei professioneller Bearbeitung und Druck. Bei unpassendem Farbraum (z. B. Adobe RGB auf sRGB-Monitoren) gehen Farbinformationen verloren oder werden verzerrt, was zu matter oder ungenauer Wiedergabe führt. Moderne Digitalkameras erreichen mit Adobe RGB oder DCI-P3 etwa 70–90% des menschlichen Farbraums (CIE 1931), der kontinuierlich über das gesamte sichtbare Spektrum (380–780 nm) reicht und theoretisch Milliarden Nuancen wahrnimmt. Kamerasensoren mit Bayer-Filtern imitieren die drei Zapfen des Auges (Rot, Grün, Blau), können aber Zwischenfarben nicht exakt reproduzieren und können nicht die adaptiven Wahrnehmung des Gehirns widerspiegeln. Hochwertige Sensoren kommen dem Auge nahe, übertreffen es aber nicht aufgrund technischer Grenzen in Dynamikumfang und Spektralempfindlichkeit.</p><p>Menü</p><p>Home</p><p>Galerie Norwegen</p><p>Galerie Nordsee &amp; Ostsee</p><p>Galerie Dubai</p><p>Galerie Venedig</p><p>Galerie Neapel</p><p>Galerie Frankfurt</p><p>Galerie New York</p><p>Fotowissen</p><p>Index</p><p>Speicherkarten</p><p>Weißabgleich</p><p>Farbraum</p>]]></description><pubDate>Thu, 11 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate><guid>https://www.sauer-foto.de/farbraum.html</guid></item></channel></rss>